Praxisklinik für Gastroenterologie und Proktologie in Leipzig
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Kontrastmittelsonographie der Leber

Kontrastmittelsonographie der Leber

Die Kontrastmittelsonographie der Leber hat in den letzten Jahren zu einer wesentlichen Erweiterung der nichtinvasiven Ultraschalldiagnostik beigetragen.

Besonders bei Leberherden/Leberknoten ist sie unverzichtbar geworden.

Voraussetzungen sind ein Ultraschallkontrastmittel sowie ein spezielles Ultraschallgerät mit der Möglichkeit, einen niedrigen mechanischen Index einzustellen.

 

Methode

Die in der echosignalverstärkten Sonographie genutzten Kontrastmittel bestehen aus Mikrobläschen (1-10 μm). Das Prinzip der Kontrastmitteldarstellung beruht auf der Injektion einer Suspension zusätzlicher Reflektoren (Mikrobläschen) in das Blut, die auf Grund des Impedanzsprunges an der Grenzfläche zwischen Blut und Gas in der Lage sind, die Amplitude des Echosignales um ein Vielfaches zu verstärken (Echosignalverstärkung). Durch die Entwicklung moderner Kontrastmittel mit verbesserter Bläschenstabilität wurde das Anwendungsspektrum deutlich erweitert.

Der Echosignalverstärker SonoVue® (Abb.1) besteht aus Mikrobläschen (2,5 μm), welche gasförmiges Schwefelhexafluorid enthalten, das von einer Phospholipidhülle umschlossen wird. Nach Kontrastmittelapplikation stellen sich im Vergleich zum umliegenden Gewebe stark durchblutete Areale mikroblasenreich und wenig perfundierte Areale mikroblasenarm dar.

Ziel ist es, über die sonographische Darstellung von Leberherden mittels Signal-verstärker Rückschlüsse auf die Tumorart zu ziehen.  Das Medikament wird unter Kreislaufüberwachung intravenös appliziert. Die ganze Untersuchung dauert maximal 4 Minuten.

Diagnostische Anwendung

Besonders für die Unterscheidung von gutartigen und bösartigen Lebertumoren ist diese Methode geeignet, eine Leberpunktion zu verhindern. Viele Lebertumore weisen typische Durchblutungsmuster auf, die durch die Kontrastmittelsonographie sichtbar gemacht werden können.

Die wichtigsten Lebertumore sind:

  • Die Fokal-noduläre Hyperplasie (Abb. 2-3), hier erfolgt die Füllung vom Zentrum des Herdes aus.
  • Hämangiom (Blutschwamm), hier erfolgt die Füllung von außen nach innen, das sogenannte Irisblendenphänomen.
  • Das Leberzelladenom (Abb. 4) zeigt eine schnelle arterielle Füllung und in der Parenchymphase keinen Füllungsdefekt – isodens zum Lebergewebe. Besonders bei dieser Veränderung ist trotz der durchgeführten Untersuchung zur Sicherheit eine Leberherdpunktion (Abb. 5) notwendig.
  • Leberzellkarzinom (Abb. 6) - sehr unterschiedliche Durchblutungsmuster. Meist findet sich in der früharteriellen Phase bis 15 sec eine starke Randdurchblutung.
  • Metastasen – stellen sich als schwarzes Loch dar.

Wert der Methode

Mittels der Kontrastmittelsonographie der Leber können herdförmige Leberveränderungen im Sinne einer Artdiagnostik charakterisiert werden und in vielen Fällen die Punktion dieser Veränderungen vermieden werden.

Kontakt

Praxisklinik für Gastroenterologie
Prof. Dr. Thomas Körner

Goldschmidtstr. 30
04103 Leipzig
Tel.: 0341 6790 2210
Fax: 0341 6790 2551
EMail: praxis@gastrodoc-leipzig.de
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